Nachtrag zur Ehrenrettung

rickastley.jpgWenn man vom Teufel bloggt, meldet er sich. Oder so ähnlich. Kaum schreib ich hier was über Rick Astley und das Phänomen des Rickrolling, erscheint in der Online-Ausgabe der L.A. Times ein Interview mit ihm, in dem er selbst dazu Stellung bezieht. Und damit nicht nur bei mir, sondern auch bei den nicht zu unterschätzenden Spaßvögeln der Anonymous-Bewegung jede Menge Sympathiepunkte kassiert. Kein Wunder, zeigt er sich doch von dieser unerwarteten Wiederbelebung seines Hits von 1987 in der Gestalt eines höchst beliebten Internet-Scherzes, der inzwischen auch ins “echte Leben” überschwappt, amüsiert bis begeistert, ohne sich oder den Song dabei in irgendeiner Form wichtig zu nehmen. Soviel gelassene Bescheidenheit statt Gezeter über entgangene Tantiemen wird ihm hoffentlich ein paar zusätzliche Greatest Hits-Verkäufe bescheren. Mein Exemplar ist jedenfalls bestellt.

Zum Artikel:
“It doesn’t have any kind of weight behind it, as such. But maybe that’s the irony of it.”

Und wenn man nachfolgende Videos gesehen hat, versteht man evtl. auch, wieso die Damen und Herren von Scientology mit dieser Form des Protests bislang ausgesprochen hilflos bis einfach nur dämlich umgehen - frei drehender Humor zur Auflockerung eines ernsten Anliegens vor ihren Haustüren übersteigt einfach deren arg engen geistigen Horizont.

Adelaide, Australien, 15.03.08 (live!)

Birmingham, UK, 15.03.08

Los Angeles, USA, 15.03.08

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