Bei den Nine Inch Nails darf man inzwischen nicht mal mehr zwinkern, weil man ansonsten Gefahr läuft, ein neues Album zu verpassen. Ernsthaft. Als Dankeschön für die Nibelungentreue der Fans durch Dick und Dünn gibt es seit heute morgen 9:00 Uhr hiesiger Zeit ein neues Album für lau zum Download: The Slip [Halo 27].
thank you for your continued and loyal support over the years - this one’s on me.
we encourage you to
remix it
share it with your friends,
post it on your blog,
play it on your podcast,
give it to strangers,
etc.
Erhältlich ist das Paket incl. Artwork-PDF als MP3, Flac, M4A (Apple lossless) und 24/96 Wave. Die MP3-Files gibt es als direkten Download vom NIN-Server, den Rest als Torrent. Hat der Bursche also aus dem Ghosts-Debakel gelernt! Und wie schon die Geister steht auch diese Veröffentlichung unter einer Creative Commons-Lizenz, die zu Tausch, Bearbeitung und Weiterverbreitung berechtigt, solange man die selbe Lizenz anwendet und korrekt die Credits gibt.
Klare Ansage von Trent Reznor im Blog auf seiner Website, und ich wehr mich gar nicht erst lange dagegen. Nach Ghosts I-IV kommt mit Discipline die nächste Überraschung in Form einer Single aus heiterem Himmel mit Vocals und extremem Arschwackelgroove. Den Song kann man sich auf der Homepage kostenlos herunterladen, die ca. 30 Sekunden längeren Multitracks sind auf der Remix-Seite von Nine Inch Nails zu finden. Und laut Anmerkung in den Infos zur MP3 soll der geneigte Hörer am 5. Mai nin.com einen Besuch abstatten. Ich wage es gar nicht mehr, darüber zu spekulieren, was er an diesem Termin aus dem Ärmel zaubert. Momentan trau ich ihm alles zu.
Wer kennt das nicht: man sitzt in der Schule/Uni, langweilt sich zu Tode und will eigentlich nach Hause, aber der Typ da vorne labert und labert, und das nicht einmal besonders verständlich oder interessant. Da hätte ich mir je-des-mal einen spannenden Vortrag z.B. über die Ökonomie der Geflügelzucht gewünscht. So wie den hier (PDF zum Mitlesen):
Jawoll, das Fliegende Spaghettimonster (gepriesen seien Seine Nudligen Anhängsel!) sorgt seit kurzem für eine gute, pastafarisch-positive Atmosphäre am Cumberland County Courthouse in Tennessee. Ein gutes Zeichen für die anstehenden Wahlen in USA - wer die Nudel ehrt, wählt nicht verkehrt!
Ausgeheckt, produziert und gesendet von der guten alten BBC, und ich will gar nicht viel dazu sagen. Dieses Meisterwerk liebevollster Veräppelung muss man einfach selbst gesehen haben:
Der voraussichtlich haushohe Gewinner des Titels “Peinlichstes Albumcover des Jahres 2008″ ist mir auf amazon.com über die entzündeten Augen gelaufen:
Könnte Madonna nicht mal ein wohlmeinender Mensch/Berater ihr heißgeliebtes Ballaballa-Buch durch ihren Reisepass ersetzen? Und ihr dann ganz vorsichtig und mitfühlend erklären, dass der Teenieschlampen-Look in ihrem Alter schon weit jenseits der dem Look schon bei jungen Hühnern eigenen grenzwertigen Peinlichkeit liegt? Dass ihr akustischer Output sowieso einem Haufen vertrockneter Hühnerkacke entspricht, kann man bei der Gelegenheit ja elegant einfließen lassen…
In der beliebten Sendereihe “Der Spion, der aus dem Proberaum kam” sehen sie heute Aufnahmen der amerikanischen Band Nine Inch Nails aus dem Jahre 1994, die während des kreativen Prozesses im Studio während der Arbeiten am Album “The Downward Spiral” entstanden sind. Besonders faszinierend ist das frühe Entwicklungsstadium der Texte, die hier noch ungeschliffenen Rohdiamanten gleichen und so einen tiefen Einblick in die Künstlerseele gewähren. Aber sehen und hören sie selbst:
Wenn man vom Teufel bloggt, meldet er sich. Oder so ähnlich. Kaum schreib ich hier was über Rick Astley und das Phänomen des Rickrolling, erscheint in der Online-Ausgabe der L.A. Times ein Interview mit ihm, in dem er selbst dazu Stellung bezieht. Und damit nicht nur bei mir, sondern auch bei den nicht zu unterschätzenden Spaßvögeln der Anonymous-Bewegung jede Menge Sympathiepunkte kassiert. Kein Wunder, zeigt er sich doch von dieser unerwarteten Wiederbelebung seines Hits von 1987 in der Gestalt eines höchst beliebten Internet-Scherzes, der inzwischen auch ins “echte Leben” überschwappt, amüsiert bis begeistert, ohne sich oder den Song dabei in irgendeiner Form wichtig zu nehmen. Soviel gelassene Bescheidenheit statt Gezeter über entgangene Tantiemen wird ihm hoffentlich ein paar zusätzliche Greatest Hits-Verkäufe bescheren. Mein Exemplar ist jedenfalls bestellt.
Und wenn man nachfolgende Videos gesehen hat, versteht man evtl. auch, wieso die Damen und Herren von Scientology mit dieser Form des Protests bislang ausgesprochen hilflos bis einfach nur dämlich umgehen - frei drehender Humor zur Auflockerung eines ernsten Anliegens vor ihren Haustüren übersteigt einfach deren arg engen geistigen Horizont.
Nein, nicht von mir - von Rick Astley! Inzwischen dürfte jeder Internet-Surfer schon mindestens einmal das Opfer eines Rickroll geworden sein, und die Zahl wächst beständig. Wer allerdings glaubt, es hier mit einem One-Hit Wonder der nervigen Art zu tun zu haben, irrt gewaltig. Vergesst seine ersten Singles im Stock/Aitken/Waterman-Gewand und gönnt lieber den Sachen ein Ohr, die nach seiner Trennung vom Produzententrio des plastifizierten Grauens entstanden sind. Da sind ein paar Pop-Perlen der kuschligen Art dabei, die man ohne rot anzulaufen in seine Playlist packen kann. Zur Not kann man sich vor Kumpels und Lebensgefährte mit der wirklich tollen Stimme des Burschen entschuldigen.
Und wer nachfolgenden Song nicht für verdammt großes Pop-Tennis hält, wird mit mindestens 35 Rickrolls bestraft. Am Stück.